Worte einer Freundin

 

Ich habe ein Freundin, nein, nicht irgendeine, sondern meine beste Freundin, mit der mich viele Jahre und Ereignisse verbinden. Sie ist ein liebenswerter, verlässlicher, dem Gegenüber zugewandter Mensch. Sie sollten sie kennen lernen! Denn sie hat eine sehr faszinierende künstlerische Begabung, das Malen. Sie nimmt wahr, was um sie herum passiert und weiß ihre Eindrücke in Farben umzusetzen. Wahrheit und Phantasie werden zu Bildern und laden dazu ein, sich intensiver mit ihnen auseinander zu setzen.

Diese künstlerische Begabung ist allerdings auch keine wirkliche Überraschung, wurde sie doch 1950 in eine künstlerisch interessierte Familie hinein geboren. Auch ihre Mutter fing, wenn auch erst in späteren Jahren, mit dem Malen an und brachte es zu respektablen Leistungen. Der ältere Bruder hatte in jungen Jahren ebenfalls Freude am Malen, und entdeckte aber dann später seine Interesse an der Photographie. In sofern war es nicht erstaunlich, dass sich bereits die kleine Maria voller Begeisterung und mit einer durchaus beachtlichen Begabung ihren Hobby zuwandte.

Maria Sieck entwuchs den Kinderschuhen und wandte sich dem echten Leben zu. Wie in jeder Lebenslage, so meisterte sie diesen Lebensabschnitt mit vollem Einsatz. Sie zog ihre Tochter groß und ergriff einen Beruf, in dem sie ihre Kreativität einbringen konnte. Sie wurde für die nächsten 35 Jahre Erzieherin. Nun ging es nicht mehr um Pinsel und Papier, sondern darum, kleine Menschen mit Liebe und Phantasie ein Stück auf ihrem Weg zu begleiten und zu fördern. Als ihr auch noch die stellvertretende Leitungsfunktion übertragen wurde, war kein Platz mehr für das Malen und geriet scheinbar in Vergessenheit.

Ihre Tochter, die  ihr ganzer Stolz ist, wurde langsam erwachsen und Maria Sieck hielt inne und spürte, dass sie etwas im Leben neu gestalten sollte. In einer Rehamaßnahme im Jahr 2003, die aber die Erwerbsunfähigkeit nicht mehr verhindern konnte, wurde sie wieder zum längst vergessenen Malen angeregt. Maria selbst sagt von dieser Zeit, dass sie sich zunächst alles von der Seele gemalt habe.

Doch schon bald wurden die Bilder heller und zuversichtlicher und erregten die Begeisterung ihrer Umgebung. Allen voran ihr jetziger Ehemann, von dem Maria liebevoll sagt, er sei ihr größter Fan und Förderer. Das stimmt zwar so nicht, schließlich hängt schon eine beträchtliche Zahl von Bildern an so mancher Wand, die dafür sprechen, dass Maria Sieck als Künstlerin geschätzt wird. Richtig ist allerdings, dass ihr Ehemann, mit seinen Kenntnissen als ehemaliger Gallerist, sie ermutigt und in ihrer künstlerischen Begabung gefördert und gefordert hat. Da war es geradezu folgerichtig, dass sie sich Gleichgesinnte suchte, die sie im QM im Wedding fand, mit denen sie sich austauschen und von denen sie lernen konnte, Die Gruppe erhielt fortan unter dem Namen „Wedding Art “die Aufmerksamkeit und Anerkennung ihrer Umgebung. Später dann fanden Ausstellungen auch außerhalb des Bezirks statt bis hin zu einer Partnerschaftsausstellung in Japan. Unterdessen gehört Maria Sieck  nicht mehr der Gruppe an, da sie seit geraumer Zeit eigene Ausstellungen organisiert, wie immer in ihrem Leben in Eigenregie.

In der Folgezeit wandte  sie sich den unterschiedlichsten Techniken von Aquarell und Tempera über Acryl, Bleistift und Pastellkreide zu. Und dies mit der ihr eigenen Begeisterung und Ausdauer. Ein Kunstlehrer komplettierte weiterhin ihr Können. Irgendwann kam sie dann aber zu der Erkenntnis, dass sie sich  letztlich mehr als Autodidakt fühle und ihre Bilder vor allem durch ihre Liebe zur Farbe und zum Gestalten zum Strahlen bringt. Der Erfolg gibt ihr Recht. Z.Zt arbeitet sie vorwiegend an themenbezogenen Projekten.

Abschließend lade ich Sie ein, gehen Sie in ihren Bildern spazieren, verweilen Sie. Lassen Sie Ihre Blicke und Gedanken schweifen und spüren sie, welche Ruhe und Schönheit von den Bildern und den Affirmationen ausgeht, denn wie ich schon eingangs anregte, sie sollten Maria Sieck näher kennen lernen.

Autorin    Ursula Anton